22. Hungermarsch am Palmsonntag

in Soziales

100 Solidaritätswanderer tragen 2.000 Euro für äthiopisches Krankenhaus zusammen.
Am Sonntagmittag strömten die Teilnehmer bei sonnigem Winterwetter gegen 13 Uhr von allen Seiten zur Pfarrkirche in Achslach, um am diesjährigen Hungermarsch nach Altnußberg teilzunehmen.

22. Hungermarsch

Diakon Sepp Schlecht, der als Missionssprecher im Dekanat Viechtach zusammen mit Verantwortlichen aus Viechtach und Böbrach wieder alles bestens vorbereitet hatte, freute sich bei der Einstimmungsandacht zum Misereormotto 2018, „Heute schon die Welt verändert?“ über diese großartige Beteiligung und konnte auch zwei besondere Ehrengäste herzlich willkommen heißen. Die Sprecherin der Arbeitsstelle Weltkirche, Ruth Aigner, war aus Regensburg und die neue Geschäftsführerin von Misereor München, Barbara Schmid, war aus München angereist. Letztere sprach gleich zu Beginn ein Gruß- und Dankeswort, wobei sie großen Respekt für das langjährige und einzigartige Engagement für die Ärmsten dieser Welt im Dekanat Viechtach aussprach. „Eure Ausdauer und Treue ist bayernweit ein leuchtendes Vorbild!“

Der Weg führte dann gleich den Kirchenberg hinauf und durch idyllische Wald- und Wiesenwege über Kager nach Zottling und Schön. Bei einem ersten Zwischenhalt stellte Schlecht das diesjährige Misereorförderprojekt vor, das „Attat-Hospital“ in der Region Guraghe in Ägypten, südwestlich der Hauptstadt Adis Abeba gelegen, das mit einem integrierten Gesundheitsdienst fast einer Million Menschen im Umkreis Lebenshoffnung schenkt. Bereits im Jahr 1969 gegründet wird es derzeit von der deutschen Missionsschwester Dr. Rita Schiffer geleitet und ist von der Förderung durch das Hilfswerk finanziell stark abhängig. Anschließend gab es auch noch ein paar kniffelige Quiz- und Schätzfragen über 60 Jahre Misereor und die wirtschaftliche Situation in den Entwicklungsländern heute, „damit ihr auf diesem Solilauf auch etwas lernt“, so Sepp Schlecht schmunzelnd.

Weiter ging es hinunter über Schwarzgrub nach Ayrhof, wo Brigitta Schlüter und Ermelinde Illing mit ihrem Helferteam bereits eine fairgehandelte Wegstärkung mit Brotaufstrichen, getrockneten Früchten, Schokoriegeln, Tee und Kaffee vorbereitet hatten. Dort kam auch die diesjährig Schirmherrin, Landrätin Rita Röhrl zur Wandergruppe hinzu und fand freundliche und motivierende Worte für die Teilnehmer. „Keiner von uns heute weiß mehr, was echt Hunger ist!“, so Röhrl, „deshalb ist euer großartiges Engagement ein ganz wichtiges Vorbild in einer Gesellschaft von Wohlstand und Überfluss“. Gerne trage sie ihr Schärflein als Wegegeldspende in die Solikasse bei und dankte allen Mitarbeiteren für die Einladung und allen Einsatz.

Ruth Aigner aus Regensburg hatte anschließend Gedanken zum Hungertuch „Ich bin, weil du bist“, das in Großformat im Ayrhofer Kircherl aufgestellt war, mitgebracht. Dabei konnte sie persönliche Grüße des nigerianischen Künstlers Chidi Kwubiri überbringen und ein signiertes Hungertuch an Schlecht überreichen.

Die Feuerwehr Ayrhof und die Polizei Viechtach sorgte anschließend für Sicherheit bei der Überquerung der Bundesstraße und der letzten Wegetappe hinauf nach Altnußberg. Froh gelaunt erreichten die Solidwanderer gegen 17.45 Uhr nach fast 13 Kilometern ihr Ziel, stempelten die Wegkarten ein letztes Mal ab und zahlten ihre Spendenbeiträge ein.

Diakon Josef Aigner fasste bei der Dankandacht nochmal alle Gedanken vom Tag geschickt zusammen und lud zum abschließenden Fürbittgebet ein. Schlecht konnte dann das stolze Ergebnis von 1.960 Euro Spendengelder bekannt geben, und Mesner Stefan Peter rundete die Summe spontan auf 2.000 Euro auf. Diesmal hatten sich 201 Teilnehmer aus 18 Pfarreien weit über das Dekanat Viechtach hinaus in die Unterschriftenlisten eingetragen. Barbara Schmid bedankte sich im Namen von Misereor und aller Partnerländer und zeigte sich nochmal begeistert von diesem schönen Marsch durch die herrliche Bayerwaldlandschaft. Im Pendelverkehr wurden die Autofahrer zurück nach Achslach gebracht.

  • Bericht von Sepp Schlecht
  • Fotos u.a. von Pater Raja

Einladung

Von Achslach über Zottling und Ayrhof nach Altnußberg - der Spendenerlös geht an ein Misereorprojekt in Äthiopien. Der Start ist am Palmsonntag, 25. März um 13 Uhr (Eintreffen ab 12.30 Uhr) bei der Pfarrkirche St. Jakob in Achslach.

Gemeinsam wollen wir uns dort in einer kurzen Andacht auf unseren Weg einstimmen. Wir gehen auch heuer wieder miteinander ca. 10 Kilometer und suchen uns bereits vorher Spender, die für jeden gelaufenen Kilometer einen kleinen Solidaritätsbeitrag zur Verfügung stellen (bitte dann am Start in den Laufzettel eintragen!). Die Streckenführung wird über Rimbeck, Zottling, Schön, Schwarzgrub und Ayrhof nach Altnußberg durch wunderschöne Naturlandschaften gehen.

Am Ziel findet um ca. 17 Uhr die abschließende Dankandacht in der Filialkirche St. Ägidius mit der Bekanntgabe des Sammelergebnisses statt (Abgabe der Spendenbeiträge!). Der Erlös ist heuer für ein Misereorprojekt in Äthiopien bestimmt und wird über das Hilfswerk weitergeleitet. Laufzettel zum Abstempeln unterwegs gibt es beim Start in Achslach.

Wir freuen uns auf die gemeinsame Wegstrecke unter dem Misereormotto „Solidarität geht weiter“. Unterwegs wird es einige interessante und informative Stationen geben: Projektbeschreibungen, Kostproben mit fair gehandelten Waren, Kaffee, Tee und Brot, Betrachtungen zum neuen Misereor-Hungertuch, Quizfragen etc.
Übrigens: Wir gehen bei jeder Witterung!

Der Missionsausschuss unseres Pfarrgemeinderates und die PGR-Vertreterin aus Ayrhof Elisabeth Fischl mit Helferinnen der Filiale Ayrhof bereiten die Verpflegungsstation im Feuerwehrhaus Ayrhof vor. Man kann auch um 15.30 Uhr nach Ayrhof kommen und / oder sich dem Solidaritätsmarsch auf der letzten Wegstrecke bis Altnußberg anschließen.

  • Ermelinde Illing, Elisabeth Fischl und Brigitta Schlüter, Missionsausschuss des PGR

Kontakt

Kath. Pfarramt St. Augustinus
Mönchshofstraße 1a
94234 Viechtach

Telefon: 09942 / 5061
Telefax: 09942 / 5062

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