Christkönigskonzert

Christkönigskonzert am 24.11.2019 um 16 Uhr in der Kirche St. Augustinus

Programm:

Orgelimprovisation - Olga Koeva
Vivaldi's Gloria -Kirchenchor St. Augustinus
Bach's Kantate - Anna Reijter

Musik und Kultur soll kein Privileg der Wohlhabenden, sondern für alle zugänglich sein. Deshalb veranstaltet die Pfarrei St. Augustinus dieses Konzert auf Spendenbasis. Mit Ihrer Spende am Ausgang können die Kosten für dieses Konzert gedeckt und zukünftige Konzerte dieser Art finanziert werden.

Einlass ist ab 15.30 Uhr. Das Konzert wird eine gute Stunde dauern.

Am Tag des Konzertes ist in der Pfarrkirche eine Kunstinstallation von Markus Meier zu sehen.

Das hochkarätige Konzert wird durch eine Orgelimprovisation im französischen Kathedralstil des 19. Jahrhunderts eröffnet. An der Orgel sitzt die von Geburt an blinde Organistin Olga Koeva (*1993 in Shumen, Bulgarien). Sie begann ihre musikalische Ausbildung 2003 bis 2012 an der Nationalen Musikschule "Lyubomir Pipkov" in Sofia, Bulgarien, mit Abschluss im Hauptfach Klavier. Mit 15 Jahren hatte sie ihre Liebe zur Orgel entdeckt und so ging sie zum Kirchenmusikstudium nach Regensburg. Nach ihrem Bachelorabschluss 2016 studierte sie noch zwei Jahre Master Orgelimprovisation bei Markus Rupprecht sowie Bachelor Gesangspädagogik bei Anja Zügner. Derzeit ist Olga Koeva im Bachelor "International Relations and Management" an der OTH Regensburg eingeschrieben, was ihrer Liebe zu Fremdsprachen geschuldet ist: Sie spricht aktuell 12 Sprachen. Olga Koeva tritt bei Konzerten und Gottesdiensten in Deutschland und im Ausland als Organistin und Sängerin auf.

Mit dem Gloria in D RV 589 von Antonio Vivaldi führt der Kirchenchor erstmals unter der Leitung der neuen Kirchenmusikerin Daniela Schneider ein chorsinfonisches Werk auf, das sie seit Mitte September mit dem Chor neu einstudiert hat. Dank der Vermittlung von ihrem Vorgänger Siegfried Beck konnte sie Orchestermusiker der Philharmonie Pilsen für dieses Konzertprojekt gewinnen.

Antonio Vivaldi (1678-1741) war Sohn eines Berufsviolinisten in Venedig und schlug mit 15 Jahren die Priesterlaufbahn ein, mit 25 Jahren wurde er zum Priester geweiht. empfing er die Priesterweihe – nur ein Jahr später als nach kanonischem Recht frühestens möglich. Wegen seiner Haarfarbe wurde er Il Prete Rosso („der rote Priester“) genannt. Nach anderthalb Jahren hängte er das Priesteramt an den Nagel und wurde Violinlehrer und Komponist, unter anderem am Ospedale della Pietà, einem Waisenhaus mit intensiver musikalischer Ausbildung für Mädchen: Alle sangen im Chor und bekamen bei besonderer Begabung Ausbildung im Instrumentalspiel oder im Sologesang. Dort entstanden zahlreiche Violinkonzerte und Sonaten und auch Kirchenmusik zur Gestaltung der Gottesdienste, vermutlich auch das Gloria in D.

Vivaldi war ein Vorbild und Inspirationsquelle für Johann Sebastian Bach (1685-1750). Bach hatte niemals Kompositionsunterricht erhalten. Er lernte durch das Studium von Werken anderer Komponisten, die er sich durch Abschreiben, Bearbeiten und Analysieren zu eigen machte. Diese Offenheit und Lernbereitschaft behielt er auch dann noch bei, als er längst eine eigene Tonsprache entwickelt hatte. So hat er im Juni 1713 Violinkonzerte aus Antonio Vivaldis Opus 3 „Estro Armonico“ studiert und für Orgel transkribiert. Vivaldis Kompositionen gaben ihm dabei besonders für die Instrumentalmusik neue Impulse.

Bachs Kantate BWV 51 „Jauchzet Gott in allen Landen“ wurde in Leipzig für den 15. Sonntag nach Trinitatis komponiert. Im Autograph ist jedoch „et In ogni Tempo“ vermerkt, die Kantate steht also nicht explizit im Bezug zur Evangelienlesung des Sonntags und kann auch an anderen Sonntagen aufgeführt werden. Thema ist der Lobpreis Gottes und das Gebet. Die Kantate ist für Trompeter und Sopranistin sehr virtuos und verlangt sehr gute Atemtechnik. Zu Bachs Zeiten durften Frauen nicht in der Kirche singen. Wie konnte ein Knabensopran diesen virtuosen Part bewältigen? Die Erklärung: Der Stimmbruch setzte damals viel später ein als heute, erst mit 16 oder 17 Jahren. Die Knabensopräne zu Bachs Zeit hatten also einen männlicheren Körperbau und eine längere Ausbildungszeit als heutige Knabensopräne und daher bessere Atem- und Stütztechnik.

Beim Christkönigskonzert übernimmt die Sopranistin Anna Rejter aus Deggendorf diese Partie. Sie studiert in Regensburg Gesangspädagogik bei Doris Döllinger und Prof. Schmidt-Timmermann. Neben ihrer Tätigkeit als Solistin wirkt sie in zahlreichen Chören und Ensembles mit. Seit der Spielzeit 2008/09 ist Anna Rejter am Landestheater Niederbayern engagiert. In der Spielzeit 2019/20 ist sie im Opernchor und als Ensemblesolistin in Opern „Maria Stuarda“ von Gaetano Donizetti und „ Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber zu hören.

 

 

Kontakt

Kath. Pfarramt St. Augustinus
Mönchshofstraße 1a
94234 Viechtach

Telefon: 09942 / 5061
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