„So viel du brauchst“ – Fasten für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit

in Nachhaltigkeit & Soziales

„Sieben Wochen vor dem Osterfest inne halten, sich auf das Wesentliche konzentrieren und Gottes Schöpfung mit Herz und Verstand in den Blick nehmen – so lässt sich neu erfahren, was wir brauchen.“ Mit dem biblischen Leitsatz „So viel du brauchst“ regt die Fastenaktion dazu an, sich Zeit zu nehmen, das eigene Handeln im Alltag zu überdenken, Neues auszuprobieren, etwas zu verändern. Von Aschermittwoch bis Ostersonntag geht es zum Beispiel darum, achtsamer zu kochen, anders unterwegs zu sein oder Orte der Einkehr und Ruhe aufzusuchen.

In diesem Jahr laden elf evangelische Landeskirchen und drei katholische Bistümer dazu ein, sich von der Aktion inspirieren zu lassen und Fastenideen auszuprobieren. Der Missionsausschuss des Pfarrgemeinderates hat diese Aktion für unsere Pfarrei vorbereitet. Ab Aschermittwoch wird beim Seiteneingang das neue Hungertuch von Misereor ausgestellt sein. Daneben findet man Anregungen für das Klimafasten. In jeder Woche der Fastenzeit geht es um ein neues Thema, das Sie dann in den nächsten Ausgaben des Kirchenanzeigers erfahren werden. Eine Broschüre begleitet durch die Zeit und gibt praktische Anregungen für die eigene Fastenzeit. Sie liegt ab Aschermittwoch in der Kirche aus und kann kostenlos mitgenommen werden.

Die Organisatoren der Fastenaktion freuen sich, wenn sich viele Fastende über ihre Erfahrungen austauschen und dazu berichten. Hierzu findet am Montag in der Karwoche (15.4. um 19 Uhr im Augustinussaal) ein Abschlusstreffen statt. Weitere Materialien und Informationen können abgerufen werden auf unserer Homepage https://www.pfarrei-viechtach.de oder unter www.klimafasten.de

Die Organisatoren des Klimafastens in der Pfarrei Viechtach laden ein zu einer Nachbesprechung am Montag, den 15. April um 19:00 Uhr im Augustinussaal (Raum unter der Pfarr- und Stadtbücherei).

Thema der 7. Woche:

Eine Woche Zeit für gemeinsame Veränderungen. In dieser Woche...

  • lade ich zu einer Andacht, einem Taizé-Abend oder einem Filmabend zum Klimafasten ein.
  • organisiere ich mit anderen aus der Gemeinde ein öko-faires Essen, um dabei Erfahrungen zu teilen und neue Partner/-innen für Veränderungen vor Ort zu finden.
  • sage ich jedem Tag mindestens einem Menschen für etwas „Danke“.
  • plane ich eine Aktion im Laufe des Jahres, z.B. einen ökumenischen Schöpfungstag im Oktober (www.schoepfungstag.info).
  • setze ich das Begonnene fort und erstelle meinen persönlichen Jahresplan.

Die Fastenzeit geht dem Ende entgegen und wir sind tiefer in Kontakt zu unseren Kraftquellen und spirituellen Wurzeln gekommen. Es ist Zeit, gemeinsam mit anderen über eine nachhaltige Veränderung unseres Handelns im Alltag nachzudenken. Als gesegnete Geschöpfe Gottes können wir zum Segen für unsere Mitgeschöpfe, Menschen, Tiere und Pflanzen werden.

Thema der 6. Woche:

Eine Woche Zeit für ein plastikfreies. In dieser Woche...

  • kaufe ich plastikfrei/-arm ein. Tipps: Stoffbeutel statt Plastiktüten, mitgebrachte Vorratsdosen, loses Obst und Gemüse, Produkte in Glasflaschen / Pfandbechern oder
  • überprüfen wir als Klimafasten-Gruppe die Plastikverwendung in der Gemeinde und machen Verbesserungsvorschläge oder
  • untersuche ich meine Kosmetika auf Mikroplastik mit den gratis Smartphone-Apps „Code Check“ oder „Beat The Microbead“ und verzichte auf belastete Produkte oder
  • besuche ich in meiner Umgebung einen Unverpackt-Laden oder
  • organisiere ich einen Filmabend, zum Beispiel mit dem Film Plastic Planet.

Thema der 5. Woche:

Eine Woche Zeit für anders unterwegs sein. In dieser Woche...

  • nehme ich mir täglich Zeit, sehr bewusst einen Weg zu Fuß zu gehen oder
  • ersetze ich das Auto durch Fahrgemeinschaften mit Nachbarn, Freunden und nutze Rad, Bus oder Bahn oder
  • entscheide ich mich endgültig gegen eine Flugreise im Sommer oder
  • probiere ich ein E-Bike oder E-Auto aus.

Thema der 4. Woche:

Eine Woche Zeit für fairen Konsum. In dieser Woche...

  • achte ich auf ökologische und soziale Aspekte. Wo kommen Produkte her? Unter welchen Bedingungen wurden sie produziert? Orientierung geben dabei Umwelt- und Sozialsiegel oder
  • kaufe ich nur fair gehandelte Produkte, z.B. im Weltladen oder
  • verzichte ich auf Flugimport (Rosen im Winter, exotische Früchte) - diese sind besonders belastend fürs Klima oder
  • probiere ich mal Konsum-Fasten: Nichts Neues kaufen, sondern tauschen, teilen, reparieren, upcyceln und entspannen.

Thema der 3. Woche:

Eine Woche Zeit für achtsam kochen und essen. In dieser Woche...

  • koche ich selbst und probiere ein veganes Rezept aus oder
  • verzichte ich auf Fleisch – wenn ich nicht ganz darauf verzichten möchte, dann nicht jeden Tag und ich wähle gezielt Produkte aus artgerechter Tierhaltung oder
  • kaufe ich regionales und saisonales Obst und Gemüse oder...

Thema der 2. Woche:

Eine Woche Zeit für meinen Energiehaushalt. In dieser Woche...

  • spiele ich mal wieder Kniffel, Scrabble oder Memory statt am Fernseher oder PC zu sitzen oder
  • spüre ich der eigenen Kraft nach, ich rühre den Kuchenteig von Hand und steige Treppen statt Lift zu fahren oder
  • prüfe ich den Wechsel zu einem Ökostromversorger oder die Beteiligung an einer Energiegenossenschaft oder ...

Wir beginnen in der 1. Woche mit dem Thema:

Zeit für mich und meine Mitgeschöpfe. In dieser Woche...

  • schenke ich dem Alltäglichen Aufmerksamkeit und suchen einen anderen Blickwinkel auf meine Umgebung oder
  • schärfe ich meine Sinne und beobachte Pflanzen und Tiere, die mich jetzt im Frühling umgeben oder
  • besuche ich einen Gottesdienst und danke Gott für die Schöpfung oder ...

Kontakt

Kath. Pfarramt St. Augustinus
Mönchshofstraße 1a
94234 Viechtach

Telefon: 09942 / 5061
Telefax: 09942 / 5062

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