Der Kirchen-Loop - Metall in Bewegung

in Musik & Kultur

Neue Skulptur im Rahmen der Reihe „Moderne Kunst in der Kirche“. Ihre Skulptur LOOP2 hat die Künstlerin Sabine Straub aus München am Sonntagabend in der Viechtacher Stadtpfarrkirche vorgestellt. Sie besteht aus einem in sich mehrfach verschlungenen Band aus Stahlblech. „Scheinbar mühelos schwingen sich Kurven unterschiedlicher Radien in- und gegeneinander“, heißt es in der Beschreibung des Kunstwerks.

„Es geht um die Bewegung“, sagt auch Sabine Straub selbst bei der Präsentation. Wenig Material soll dabei eine Form umschreiben, die Form soll „atmen“. Und obwohl aus Stahlblech, die Skulptur bewegt sich tatsächlich. Um das hinzubekommen sind gute Materialkenntnisse nötig. Und die Grundlagen dafür hat Straub schon in ihrer Kindheit gelegt. Ihr Vater war Maschinenbauer und Metall hat sie förmlich angezogen. Mittlerweile hat sie viele Metallarbeiten geschaffen, die sowohl im öffentlichen als auch im sakralen Raum anzutreffen sind, auch im Bayerischen Wald, in der Kirche in Ludwigsthal etwa. Ihre Werke sind durchweg abstrakt. Der LOOP2 ist im Rahmen der Ausstellungsreihe „Moderne Kunst in der Kirche“ zu sehen. Für die Reihe hat die Diözese Regensburg Künstler gebeten, sich mit dem Wort aus dem biblischen Buch Kohelet „Eine Zeit zum Weinen und eine Zeit zum Lachen“ auseinanderzusetzen. Zwölf Künstler haben sich daran beteiligt unter ihnen Straub. Ihre Arbeit hat Pfarrer Werner Konrad angesprochen und er hat sie gebeten in Viechtach auszustellen. Für Straub passt ihr Werk gut zu dem Bibelwort „Alles hat seine Stunde“, weil es eine Momentaufnahme ist, ein Ruhepunkt im dynamischen Ablauf. Außerdem sieht es von allen Perspektiven anders aus. Und obwohl die Skulptur so beinahe schwebend wirkt, wiegt sie doch fast 70 Kilo. Pfarrer Konrad ging in seiner Predigt in der anschließenden Abendmesse ebenfalls auf das Kunstwerk ein. Bei ihm rief es die Assoziation mit einer Achterbahn hervor. Doch diese habe im Gegensatz zum Leben einen Anfang und ein Ende, die aufeinandertreffen und eine Schleife bilden. Im Leben dagegen schließt sich nichts, es bleibt offen bis zum Ende. „Ist der Glaube Versicherung oder Abenteuer?“, fragte Konrad und meinte beides sei enthalten: „Gott ist unbegreiflich. Wer sich auf ihn einlässt, muss bereit sein neue Wege zu gehen.“

  • Autorin: Edith Wühr

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