Geschichte der Pfarrkirche
| 800-900 |
900 Jahre Viechtach! Ein großes Fest für die Stadt, ein Jubiläum aber auch für die Pfarrei.
Waren es doch die Klöster Chammünster, Ober- und Niederaltaich und im Viechtacher Raum die
Benediktiner aus Metten, die den „Nordwald" rodeten und besiedelten. |
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| 800-900 |
So gab es bereits im 9. Jh. eine Holzkirche am Kreuzungspunkt der
Pfahlhochstraße (von Deggendorf nach Cham) und dem Baierweg (von Maria Posching nach Böhmen). |
| Um 1000 |
Es ist anzunehmen, dass bereits Ende des 1. Jahrtausends eine steinerne Kirche
die wenigen Siedler in „Viedaha" zum Gottesdienst eingeladen hatte. Zusammen mit den Urpfarreien
Arnbruck und Geiersthal gehörte Viechtach zu den ersten Pfarreien im Gericht Viechtach. Die ersten
Pfarrgrenzen dürften um das Jahr 1000 festgelegt worden sein. |
| 12. Jhd. |
Kirche und Pfarrei bestanden schon im 12. Jh. Das Gotteshaus war eine der
vielen Eigenkirchen der Bogener. Die Pfarrei erstreckte sich im Mittelalter von Thalersdorf im
Norden bis hinunter nach Kalteck und im Westen bis in die Moosbacher Gegend. |
| Anf. 13. Jhd |
1209 wird in einer Schenkungsurkunde zum erstenmal der Pfarrer erwähnt.
Es war „Dietrich plebanus de Viedaha". Andere Quellen nennen bereits 1146 einen Pfarrer
„Oudalricus de Viehta". 1233 wird die Pfarrei Viechtach vom letzten Bogener Grafen Albert IV. dem
Hauskloster Windberg übergeben. |
| 14. Jhd. |
Im 14. Jh. ist der Seelsorgebereich erweitert worden. Es wurde die Friedhofskapelle
St. Anna an die Elisabethkapelle gebaut, die 1764 abgerissen wurde. Konrad von Nußberg stiftete
mit seiner Frau Osanna 1350 das Spital. Die Stiftung wurde 1432 durch seinen Enkel ausgebaut. |
| 15. Jhd. |
In dem spätgotischen großen Pfarrhof waren Mitte des 15. Jh. bereits sieben
Priester (Chorherren aus Windberg) in einer Klostergemeinschaft tätig. Dazu kamen noch weitere
Weltpriester, die dem Kloster nicht angehörten. Zum Pfarrhof gehörten auch mehrere Wirtschaftsgebäude
zur Bewirtschaftung des großen Grundbesitzes. |
| Um 1600 |
Der Glaubenskrieg nach der Reformation machte sich auch im Viechtreich bemerkbar.
Glaubensstreitigkeiten gab es z.B. in Gotteszell. In Ruhmannsfelden brach eine Revolution aus.
Nachdem es auch Übertritte der Viechtacher Geistlichen in das damals protestantische Cham gab,
tauschte das Kloster Windberg 1616 Viechtach gegen Hunderdorf an das Bistum Regensburg. Viechtach
war bis Ende des 19. Jh. mit 179 Ortschaften die größte Landpfarrei der Diözese Regensburg. |