 | 23.04.2011 Ostern 2011Die Osterkerze
„Christus gestern und heute
Anfang und Ende
Alpha und Omega
Sein ist die Zeit und die Ewigkeit
Sein ist die Macht und die Herrlichkeit in alle Ewigkeit."
Mit diesen Worten weist der Priester in der Osternacht, nach der Segnung des Osterfeuers, auf die Würde und Bedeutung der Osterkerze hin. Am Osterfeuer entzündet, wird die Osterkerze, das Symbol für Christus, in die nachtdunkle Kirche getragen und mit dem dreimaligen Ruf „Lumen Christi — Christus das Licht" von Priester und Gemeinde begrüßt.

Jesus Christus - der Auferstandene, der Kommende
Jesus Christus — Erlöser und Vollender
Eine figürliche, durch Symbole und Gestik gestaltete Darstellung, zeigt Christus als den Auferstandenen, den Erlöser und Vollender.
Würdevoll, die fünf Wundmahle zeigend, steht der Auferstandene frei, als wahrer Gott und wahrer Mensch, als Sieger über den Tod, vor dem zurückgelassenen Kreuz. Hier ist die Erlösung gedeutet. Das Leben hat den Tod besiegt. Kein Leid, keine Trauer über Tod und Vergänglichkeit sondern Auferstehung, Freude, ewiges Leben bei Gott.
Das Gesicht, die weit ausgebreiteten Arme, der Gestus der Hände, verweisen auf Jesu Worte:
„Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; Tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss:
Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt." (Mt 28,18-20)
Am Gewand des Auferstandenen positioniert, ist das Alpha und Omega. Diese Buchstabensymbolik besagt, Christus ist der Anfang und das Ende, der Ursprung und das Ziel der Schöpfung, die Vollendung.
Papst Benedikt XVI. schreibt in seinem Büchlein „Das Geheimnis von Tod und Auferstehung":
„Christentum ist nicht bloß eine Religion des Vergangenen, sondern ebenso des Zukünftigen; sein Glaube ist zugleich Hoffnung, weil Christus nicht nur der Gestorbene und Auferstandene, sondern auch der Kommende ist".
Kerzengestaltung und Text: Evi Schötz Viechtach
(c) Kath. Pfarramt Viechtach - alle Rechte vorbehalten.
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